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Logo Effektiv & Effektiv Gesundheit - Sportphysiotherapie & integrative Rehabilitation - Karsten Lingner

Drehpunkt Orientiertes Bewegen

Betrachtet man Bewegungen aus biomechanischer Sicht, sind diese nur möglich, wenn sich die zueinander bewegenden Gelenkpartner um einen Drehpunkt bewegen. Durch den richtigen Einsatz der Drehpunkte lassen sich hohe Belastungen die auf unsere Wirbelsäule einwirken deutlich reduzieren. Belastungen treten vor allem dann auf, wenn wir unsere senkrechte Position (stehen, gehen) verlassen, um uns in die Waagerechte zu begeben, z. B. beim Bücken. Wenn man sich dann einmal vor Augen hält, dass man an einem Tag ca. 1500-2000 mal die Senkrechte verlässt um sich zu bücken, kann man sich vorstellen, dass man sich bei nicht Drehpunkt Orientiertem Bewegen täglich hohen Belastungen aussetzt, die auf Dauer zu Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule und am gesamten Bewegungsapparat führen können.
Hohe Drehmomente erzeugen hohe Kräfte an unserer Wirbelsäule. Aus diesem Grund muss der Einzelne lernen diese gleichmäßig zu verteilen. Er muss lernen, extreme Gelenkstellungen zu vermeiden. Dazu benötigt man kognitives Verständnis und ein optimales Zusammenspiel zwischen Agonist (Hauptmuskel) und Antagonist (Gegenspieler) um für optimale Rumpfstabilität zu sorgen. In der Praxis hat sich gezeigt, dass sich viele Patienten im täglichen Leben unnötigen Belastungen aussetzen und dadurch Ihre Gesundheit auf Dauer aufs Spiel setzen. Schwerpunkte von Drehpunkt Orientierten Bewegen sind:

Wahrnehmung
Denn nur wenn man spürt in welcher Position sich das Sprunggelenk, das Kniegelenk, das Hüftgelenk, die Lenden-, Brust- und Halswirbelsäule befindet, kann man aktiv in eine Bewegung eingreifen.

Umsetzung im Alltag
Es ist jetzt schön zu wissen, in welcher Position sich bestimmte Gelenke oder Wirbelsäulenabschnitte befinden. Aber kann dieses Wissen auch in der Praxis umgesetzt werden, z. B. bei der Hausarbeit, im Garten, beim Sport? Mein Anliegen in der zweiten Phase vom Drehpunkt Orientierten Bewegen ist die richtige Umsetzung wie z. B. richtiges heben, richtiges bücken, richtiges hinsetzen und wieder aufstehen, richtig aus einem Bett aufstehen (haben Sie gewusst, dass die Bandscheibe am Morgen am empfindlichsten auf falsche Belastungen reagiert?), richtige Umlagerungen d. h. vom Sitz in die Seitenlage und von da in die Rückenlage und wieder zurück in die sitzende Position, richtig an Kraftmaschinen trainieren. Dabei geht es zum einen um die Ausführung unter Berücksichtigung vom Drehpunkt Orientierten Bewegungsaspekten.

Training
Sie werden schnell verspüren, dass man bei der Ausführung unter Drehpunkt Orientierten Bewegungsaspekten eine gewisse Körperspannung benötigt. Beim Heben von Gegenständen muss diese proportional zu dem zu bewältigten Gegenstand erhöht werden, um die zuvor eingestellte Grundposition halten zu können. Aus diesem Grund ist ein Rumpf stabilisierendes Training unabkömmlich.

Um einen Muskel zu festigen, bedarf es dessen Gebrauch. Alltagsgebrauch wie z. B. die tägliche Hausarbeit, oder dem täglichen Nachkommen seines Berufes, ist hier nicht gemeint. Vielmehr ein individuelles dem Alter angepasstes, zielgerichtetes Training. Anfänger verspüren einen Trainingseffekt ab 30% ihrer Maximalkraft, Fortgeschrittene müssen mit 70% ihrer persönlichen Maximalkraft trainieren. Der Muskel passt sich immer den einfachsten Bedingungen an. Das heißt, bleiben die nötigen Reize in Form von Kontraktionen aus, so wird dieser wieder schwächer. Training ist ein fortlaufender Prozess. Es ist nicht mit zehn Trainingseinheiten getan. Darüber sollte man sich im Klaren sein, bevor man mit dem Training beginnt.

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Karsten Lingner

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